Zukunftsplanungen

Ziele und Vision der FESBB

Als FESBB durften wir seit der Schulgründung ein kontinuierliches Wachstum in allen Bereichen erleben: Die im Jahr 2000 in provisorischen, blauen Baucontainern neu entstandene Grundschule wurde sukzessive um eine Werkreal- und eine Realschule erweitert. So entstand aus einer 1. Klasse mit 15 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräften im Laufe der Jahre eine etablierte Schule mit ca. 450 Schülerinnen und Schülern. Deshalb blicken wir voller Dankbarkeit auf die vergangenen 21 Jahre zurück. Auf dieser Grundlage möchten wir mutig in die Zukunft blicken und Großes erwarten.

Die derzeitigen Räumlichkeiten in Böblingen und Holzgerlingen sind inzwischen voll ausgelastet und bieten keine sinnvollen Erweiterungsmöglichkeiten. Zudem ergibt sich durch die beiden räumlich getrennten Standorte in Böblingen und Holzgerlingen ein erheblicher organisatorischer und finanzieller Mehraufwand. Deshalb streben wir schon seit vielen Jahren einen gemeinsamen Standort (mindestens) für die komplette Sekundarstufe ab Klasse 5 an, wobei der Standort in Böblingen für die Grundschule auf jeden Fall bestehen bleibt. Darüber hinaus gibt schon lange den Wunsch, unser bestehendes Bildungsangebot einer Grund-, Werkreal- und Realschule um ein Gymnasium zu erweitern. Somit könnten alle schulischen Bildungsabschlüsse an der FESBB erworben werden. Doch ein mögliches Gymnasium ist in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht umsetzbar.

Diese beiden Ziele – ein gemeinsamer Standort für die gesamte Sekundarstufe und der Aufbau eines Gymnasiums – könnten möglicherweise in Aidlingen verwirklicht werden. Die Vision der FESBB, auf dem Gelände des Diakonissenmutterhauses Aidlingen (DMH) auf dem Hummelberg ein neues Schulzentrum zu bauen, wurde der Öffentlichkeit erstmals am 04.05.21 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Ob diese Vision tatsächlich Realität werden kann, wird derzeit mithilfe einer Machbarkeitsstudie eruiert, welche die Pläne in den nächsten Monaten auf „Herz und Nieren“ prüfen wird.

Das Interesse an diesem Projekt ist sehr groß und es wurden bereits etliche Fragen an uns herangetragen. Diese Fragen möchten wir (die FESBB, das DMH und die Gemeinde Aidlingen) an dieser Stelle gerne aufgreifen und beantworten. Die folgenden FAQs (“Häufig gestellte Fragen") werden bei Bedarf in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

Blick von oben auf den Aidlinger Hummelberg (© DMH Aidlingen)

1. Weshalb soll auf dem Gelände des Diakonissenmutterhauses Aidlingen überhaupt ein Schulzentrum entstehen?

An der Freien Evangelischen Schule Böblingen (FESBB) werden derzeit ca. 450 Schülerinnen und Schüler in drei Schularten (Grundschule, Werkrealschule und Realschule) unterrichtet. Damit sind die räumlichen Kapazitäten an beiden Standorten in Böblingen (Klassen 1-6) und Holzgerlingen (Klassen 7-10) voll ausgelastet. Aufgrund des starken Wachstums der Schule seit der Gründung im Jahr 2000 und aufgrund des Zieles, das bestehende Bildungsangebot um einen Gymnasialzweig zu erweitern, ist die FESBB seit vielen Jahren auf der Suche nach zusätzlichen Räumlichkeiten. In diesem Kontext entstand die Vision eines neuen Schulzentrums auf dem Aidlinger Hummelberg.

 

2. Welche Vorteile und Chancen ergeben sich für die beteiligten Projektpartner (FESBB, DMH, Gemeinde Aidlingen)?

Der Aidlinger Hummelberg bietet ideale Voraussetzungen für einen wunderschönen Schulstandort im Grünen fernab von lauten und gefährlichen Straßen. Durch den Neubau eines sinnvoll und konzeptionell geplanten Schulzentrums würde sich nicht nur die aktuelle Raumproblematik der FESBB lösen; auch der geplante Gymnasialzweig könnte dann endlich umgesetzt werden.
Das DMH würde einen starken Mitnutzer des Hummelbergs gewinnen. Die kleiner werdende Schwesternschaft kann die Bewirtschaftung dieses großen Komplexes langfristig nur schwer alleine stemmen. Zudem passt eine Kooperation mit der FESBB ideal zu den DMH-Satzungsschwerpunkten Bildung, Erziehung und Jugendförderung und bietet eine langfristige Perspektive für den Hummelberg.Das neue Schulzentrum würde auch die Attraktivität des Stand- und Wohnortes Aidlingen (insbesondere für Familien) deutlich steigern. Das bestehende Bildungsangebot am Ort würde so erweitert werden, dass alle Schulabschlüsse in Aidlingen erworben werden können. Zudem wird eine bessere ÖPNV-Anbindung angestrebt.

 

3. Welche Schularten sollen angeboten werden?

Im Falle der Realisierung würde die FESBB die gesamte Sekundarstufe nach Aidlingen umziehen: eine einzügige Werkrealschule, eine zweizügige Realschule und ein zweizügiges (allgemeinbildendes oder berufliches) Gymnasium. Zudem wird derzeit geprüft, ob darüber hinaus auch Bedarf für eine einzügige Grundschule besteht. So würde in der finalen Ausbaustufe ein Schulzentrum für ca. 600-700 Schülerinnen und Schüler entstehen.

 

4. Was passiert mit dem FESBB-Standort in Böblingen?

Der FESBB-Standort in Böblingen wird unabhängig von den weiteren Entwicklungen im Hinblick auf ein Schulzentrum in Aidlingen für die Grundschule aufrechterhalten.

 

5. Wer ist der Träger der Schule?

Die Freie Evangelische Schule Böblingen ist eine Schule in freier Trägerschaft. Als staatlich anerkannte Schule sind die Bildungspläne des Landes Baden-Württembergs auch für die FESBB verbindlich. Am Ende der Schullaufbahn legen die Schülerinnen und Schüler die zentralen staatlichen Abschlussprüfungen ab. Deshalb ist ein Wechsel auf oder von staatlichen Schulen jederzeit problemlos möglich.

 

6. Werden auch Kinder mit einer anderen als der evangelischen Konfession oder ohne Konfession an der FESBB aufgenommen?

Selbstverständlich. An der FESBB sind grundsätzlich Kinder aller Religionen, Glaubensrichtungen und Konfessionen herzlich willkommen. Dies gilt nicht nur in der Theorie: Aktuell werden neben evangelischen auch katholische, muslimische, orthodoxe und konfessionslose Schülerinnen und Schüler an der FESBB unterrichtet.

 

7. Wer bezahlt für den Bau und den Unterhalt des Schulzentrums?

Die alleinige Verantwortung für den Bau und den Unterhalt des Schulzentrums liegt beim Trägerverein der Freien Evangelischen Schule Böblingen.

 

8. Welche Rolle spielt das Diakonissenmutterhaus im Schulbetrieb?

Das Diakonissenmutterhaus wird weiterhin seinen Standort auf dem Hummelberg haben und die dortige Infrastruktur nutzen. Das heißt, dass dort weiterhin Schwestern wohnen und Angebote für verschiedene Zielgruppen (z.B. Pfingstjugendtreffen, Angebote der Bibelschule, Bibelstunden, Lobpreisabende, Naturkindergarten, etc.) verantwortet werden. Die Schwesternschaft freut sich dabei über die Kooperation mit der Aidlinger Kirchengemeinde und vielen engagierten Mitarbeitern.Im Schulalltag der FESBB ist für die Schwestern keine aktive Rolle vorgesehen. Mögliche Kooperationen in ausgewählten Bereichen sind grundsätzlich denkbar und werden im Einzelfall geprüft (z.B. im Ganztagsbereich, im Rahmen von AG-Angeboten, etc.).

 

9. Hat die Gemeinde Aidlingen dem Bau des Schulzentrums bereits zugestimmt?

Nein, die Gemeinde Aidlingen war jedoch frühzeitig involviert. Dem Gemeinderat wurde das Projekt am 19.04.21 im Rahmen einer nicht öffentlichen Sitzung vorgestellt.Da die Gemeinde Aidlingen kein Entscheidungsträger für den Bau des Schulzentrums ist, war auch kein Beschluss des Gemeinderats notwendig. Das heißt, eine förmliche Zustimmung für das Schulzentrum hat der Gemeinderat nicht erteilt. Der Gemeinderat hat das Vorhaben zur Kenntnis genommen.

 

10. Welchen Kostenanteil trägt die Gemeinde Aidlingen am Bau und Betrieb der Schule?

Die Gemeinde Aidlingen wird sich an den Kosten für den Bau und Betrieb der Schule nicht beteiligen. Die alleinige Verantwortung für den Bau und den Unterhalt des Schulzentrums liegt beim Trägerverein der Freien Evangelischen Schule Böblingen.

 

11. Wie plant die Schwesternschaft ihre Zukunft?

Die Schwesternschaft macht sich intensive Gedanken zu ihren Aufgabenfeldern und zu ihren Standorten und merkt, dass es dabei auf manche Veränderung und auf Neues zu­geht. In all diesen Überlegungen begleitet sie ein Zitat von Friedrich von Bodel­schwingh: „Wir können Orte schaffen helfen, von denen der helle Schein der Hoff­nung in die Dunkelheit der Erde fällt.“ Der Hummelberg soll solch ein Ort sein und bleiben. Deshalb ist die Schwesternschaft offen dafür, dass dort ein Schulzentrum entsteht, auch wenn dies massive Veränderun­gen mit sich bringt.

 

12. Welche Schritte sind als nächstes geplant?

Zunächst muss geklärt werden, ob eine Umsetzung des Projektes überhaupt realistisch und möglich ist. Deshalb hat die FESBB das „Büro Hauser“ (Altensteig) mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Die Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie werden Mitte 2022 erwartet. Auf dieser Grundlage treffen die drei beteiligten Parteien dann gemeinsam mit den zuständigen Behörden die finale Entscheidung, ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird. Im Falle einer Realisierung ist derzeit geplant, Anfang 2027 einen Teil der Bestandsgebäude zurückzubauen. Je nach Bauzeit soll im Schuljahr 2028/29 oder 2029/30 der Schulbetrieb in Aidlingen aufgenommen werden.

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